Aktuelles
Bleiben Sie auf dem Laufenden! Hier geben wir Ihnen Einblicke zu unseren Projekten, Veranstaltungen und Aktivitäten. Schauen Sie regelmäßig vorbei und verpassen Sie keine Updates.
Mehr inklusive Mitbestimmung in Rheinland-Pfalz
Wir freuen uns sehr: Mit einer dreijährigen Projektförderung von Herzenssache, der Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank, können wir ein Vorhaben umsetzen, das uns besonders am Herzen liegt.
Mit dem Projekt "Meine Stimme zählt - politische Beteiligung für Jugendliche mit Behinderung" wollen wir (kommunale) Jugendvertretungen in Rheinland-Pfalz stärker für Jugendliche mit Behinderungen öffnen.
Dafür bringen wir junge Menschen und Jugendvertretungen direkt miteinander in Kontakt – bei Workshops, digitalen Treffen und gemeinsamen Begegnungsformaten und erarbeiten unterstützende Materialien.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Was braucht es, damit Mitbestimmung wirklich für alle möglich ist? Gleichzeitig möchten wir Berührungsängste abbauen, Wissen vermitteln und jungen Menschen mit Behinderungen zeigen, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Interessen einzubringen. Auch barrierearme Materialien in Leichter Sprache, als Vorleseformat oder in Braille-Schrift gehören dazu.
Wir freuen uns sehr auf die kommenden drei Jahre, auf viele neue Begegnungen, Ideen und Erfahrungen – und darauf, gemeinsam einen Beitrag für mehr Vielfalt und Teilhabe zu leisten.
Inklusion gemeinsam gestalten: Rückblick auf den INKLUSIVA-Kongress 2026
Rund 400 Menschen vor Ort und weitere 200 im Livestream: Beim INKLUSIVA-Kongress 2026 in Mainz drehte sich einen Tag lang alles um das Thema Neurodiversität. Unter dem Leitgedanken „Inklusion gemeinsam gestalten“ kamen Fachkräfte, neurodivergente Menschen, Angehörige und Interessierte miteinander ins Gespräch.
Nach der Eröffnung durch Johannes Schweizer, Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe Rheinland-Pfalz, begrüßten unter anderem Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Landesbehindertenbeauftragte Katja Lüke die Gäste.
In Vorträgen, Gesprächsrunden und Workshops ging es um die Potenziale von Neurodiversität, Barrieren und Chancen in Bildung und Arbeitsleben, den privaten Alltag sowie die Gesundheitsversorgung. Praxisnahe Themen wie das Persönliche Budget, pädagogisches Handeln und Nachteilsausgleiche in der Schule ergänzten das Programm. An zahlreichen Infoständen bot sich zudem Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.
Besonderen Wert legten wir auf Barrierefreiheit: Alle Inhalte wurden simultan in Deutsche Gebärdensprache und Schrift gedolmetscht. Rückzugsräume ermöglichten Pausen in ruhiger Atmosphäre. Zu sehen waren außerdem unsere Ausstellung „Mensch ist Mehr“ sowie eine Ausstellung zur Stillen Stunde der Stadt Neuwied.
Viele Begegnungen, neue Impulse und eine offene Atmosphäre machten den Kongress zu einem besonderen Tag. Dank der Unterstützung unserer Förderer war die Teilnahme für alle Gäste kostenfrei.
Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2026
Im Rahmen des Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2026 hat die LAG Selstbhilfe ein eigenes kleines Projekt für die und mit den Bewohnenden-Vertretungen gemacht.
Die rheinland-pfälzischen besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderung haben ein Mitmach-Paket mit viel Material bekommen.
Ein Teil davon waren eigens produzierte Anstecker, die Inklusions-Schleifen – Zeichen für eine offene und inklusive Gesellschaft.
Außerdem wurde ein Banner produziert mit Fotos von Bewohnenden-Vertretungen aus ganz Rheinland-Pfalz.
Am 4. Mai organisierte der Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, dem unter anderem das ZsL Mainz und die LAG Selbsthilfe RLP angehören, eine Lesung mit Ottmar Miles-Paul und eine Mahnwache in Mainz.
Einige Bewohnenden-Vertretungen kamen nach Mainz, um an der Lesung und der Mahnwache teilzunehmen – und mit dem Banner "Gesicht zu zeigen". Denn: Menschenrechte sind nicht verhandelbar – auch nicht für Menschen in besonderen Wohnformen.
Vielen Dank fürs Mitmachen an alle Beteiligten und vielen Dank an die Aktion Mensch, die das Projekt gefördert hat.
Einberufung der Besuchskommission nach § 19 Landesinklusionsgesetz
Ziel des rheinland-pfälzischen Inklusionsgesetz ist, dass alle Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am Leben in der Gesellschaft teilhaben können, sie vor Gewalt geschüzt sind und Benachteiligungen beseitigt und verhindert werden.
In § 19 des Landesinklusionsgesetzes ist die Einrichtung einer Besuchskommission vorgesehen.
Die Besuchskommission setzt sich aus mehreren Mitgliedsorganisationen zusammen, die Geschäftsstelle liegt in den Händen der LAG Selbsthilfe und damit erfreulicherweise bei der Selbstvertretung.
Folgende Organisationen benennen Mitglieder:
- Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz (MASTD)
- LAG Werkstatträte Rheinland-Pfalz e. V.
- LAG Selbsthilfe Rheinland-Pfalz e. V. (LAG SB RLP)
- Landesbeirat zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
- Bewohnenden-Vertretungen aus ganz Rheinland-Pfalz
Bei der feierlichen Einberufung der Besuchskommission überreichte Staatsministerin Dörte Schall Urkunden an die Mitglieder.
Aktionstag mit Lesung und Mahnwache am 4. Mai in Mainz
Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wird am 4. Mai eine Lesung mit Ottmar Miles-Paul sowie eine anschließende Mahnwache in Mainz stattfinden. Das Motto lautet: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Demokratie braucht Inklusion. Der Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Mainz organisiert diese Veranstaltung. Die Bewohnenden-Vertretungen in Rheinland-Pfalz beteiligen sich an dem Vorhaben und "zeigen Gesicht" mit einer Fotocollage auf einem großen Banner. Gefördert wird das Vorhaben von der Aktion Mensch. Mehr Infos unter "Termine".
Save the date: INKLUSIVA-Kongress am 04. September in Mainz
In diesem Jahr veranstaltet die LAG Selbsthilfe RLP wieder den INKLUSIVA-Kongress in Mainz. Diesmal widmet sich der Kongress vielfältigen Perspektiven auf Neurodiversität – u. a. Autismus, ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie und Tourette-Syndrom. Er richtet sich an Fachkräfte, Betroffene und Angehörige aller Altersgruppen. Wie immer ist die Teilnahme am Kongress kostenlos. Wir freuen uns für unsere Planung jedoch über Anmeldungen. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf unserer INKLUSIVA-Homepage. Hinweis: Das Programm befindet sich derzeit noch im Aufbau.
Wahlprüfsteine 2026
Die Liga Selbstvertretung Rheinland-Pfalz hat im Vorfeld der Landtagswahl 2026 den Parteien Fragen zu sieben Themenblöcken gestellt:
- Schulische Inklusion, Reizschutz und alternative Bildungswege
- Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Rheinland-Pfalz
- Eingliederungshilfe, Verlässlichkeit und Teilhabesicherheit
- Feministische Perspektive, Behinderung und Intersektionalität
- Politische Teilhabe und Selbstvertretung
- Herausforderungen im Umgang mit Post-COVID, Post-Vac und ME/CFS
- Allgemeine Herausforderungen
Das war unser gesamter Fragenkatalog:
Fragenkatalog Wahlsteine Landtagswahl 2026
Und das sind die Antworten der Parteien SPD, CDU, Grüne und Linke:
Antworten SPD
Antworten CDU
Antworten Grüne
Antworten Linke
Das Projekt wurde von der Liga Selbstvertretung druchgeführt, und vom Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung Rheinland-Pfalz sowie dem Förderverein Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung Rheinland-Pfalz unterstützt.
Aktuelles aus dem Projekt Bewohnenden-Vertretungen vernetzen
Das Projekt Bewohnenden-Vertretung vernetzen wird von der Aktion Mensch und hat eine Laufzeit von 3 Jahren bis Ende August 2026.
Im zweiten Projektjahr konnten viele Vernetzungstreffen realisiert werden. Auch eine große zweitägige Konferenz, bei der sich die rheinland-pfälzischen bewohnenden-Vertretungen miteinander vernetzt und ausgetauscht haben, hat stattgefunden.
Mehr Informationen gibt es auf der Projekt-Homepage: bewohnenden-vertretung.de
Außerdem haben die Regional-Sprecherinnen und Regional-Sprecher aus Rheinhessen, dem Westerwald und der Pfalz ein Positionspapier mit ihren Forderungen an die Politik geschrieben und es der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, Ellen Kubica, übergeben.
Das Positionspapier gibt es als PDF in Alltagssprache und in Leichter Sprache.
Im Rahmen des Projekts Bewohnenden-Vertretungen vernetzen sind zwei Videos entstanden:
Impressionen der ersten Konferenz
Das Video zeigt Impressionen von der ersten Konferenz der Bewohnenden-Vertretungen aus Rheinland-Pfalz in Vallendar 2025
Forderungen der Bewohnenden-Vertretungen
In diesem Video erzählen Bewohnenden-Vertretungen und Unterstützer*innen aus ganz Rheinland-Pfalz, was sie sich wünschen und von der Politik fordern.